Seisachtheia


Seisachtheia

Seisachtheia (Greek: "seiein", to shake, and "achthos", burden, i.e. the relief of burdens) was a set of laws instituted by the Athenian lawmaker Solon in order to rectify the wide-spread serfdom and slavery that had run rampant in Athens by the 6th Century BC. Under the pre-existing legal status, debtors unable to repay their creditors would surrender their land to them, then becoming hektemoroi, i.e. serfs who cultivated what used to be their own land and gave one sixth of produce to their creditors. Should the debt exceed the perceived value of debtor's total assets, then the debtor and his family would become the creditor's slaves as well. The same would result if a man defaulted on a debt whose collateral was the debtor's personal freedom.

The "seisachtheia" laws immediately cancelled all outstanding debts, retroactively emancipated all previously enslaved debtors, reinstated all confiscated serf property to the "hektemorioi", and forbade the use of personal freedom as collateral in all future debts. A ceiling to maximum property size was also instituted regardless of the legality of its acquisition (i.e. by marriage), meant to prevent excessive accumulation of land by powerful families.


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  • Seisachtheia — (griech., »Lastenabschüttelung«), durch die Solon zur Vorbereitung seiner Gesetzgebung dem Notstand des schwer verschuldeten Bauernstandes abhalf, indem er die auf den Grundstücken lastenden Schulden, für welche die Person des Schuldners haftete …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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